Sicherheit beginnt mit Verstehen
Bevor überhaupt ein Schritt aufs Dach, ein Griff ins Seil oder ein Werkzeug an der Fassade erfolgt, muss eines geklärt sein: Welche Gefahren bestehen? Welche Risiken sind tolerierbar – und welche müssen eliminiert oder minimiert werden? Die Risikobewertung ist das Fundament jeder professionellen Arbeitssicherheitsmaßnahme. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und in der Praxis unverzichtbar – besonders im Bereich der Höhenarbeit.
Induclimb bietet Ihnen praxisorientierte Risikobewertungen nach den geltenden Regelwerken – schnell, verständlich und passgenau auf Ihre Situation abgestimmt.
Was ist eine Risikobewertung?
Eine Risikobewertung (auch Gefährdungsbeurteilung genannt) ist eine systematische Analyse potenzieller Gefahren an einem Arbeitsplatz oder bei einer Tätigkeit. Ziel ist es, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zur Vermeidung oder Reduzierung festzulegen.
Die drei Kernfragen jeder Risikobewertung:
- Was kann passieren?
- Wie wahrscheinlich ist es?
- Wie schwer wären die Folgen?
Basierend auf diesen Antworten wird das Risiko eingeordnet – und es werden Schutzmaßnahmen definiert.
Rechtliche Grundlage
Die Pflicht zur Risikobewertung ergibt sich u. a. aus:
- Arbeitsschutzgesetz (§ 5 ArbSchG)
- Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
- TRBS 1111 (Technische Regeln für Betriebssicherheit)
- DGUV Vorschriften & Regeln
Die Risikobewertung muss dokumentiert, aktuell gehalten und bei Änderungen (z. B. neuer Arbeitsplatz, andere Ausrüstung) überarbeitet werden.
Unser Vorgehen bei Induclimb
Unsere Risikobewertungen sind keine reinen „Papierübungen“. Sie sind praxisnah, konkret und umsetzbar. Wir gehen wie folgt vor:
1. Analyse der Arbeitsumgebung
- Zugang, Tragfähigkeit, Wetter, Verkehr, Gebäudezustand
2. Bewertung der Tätigkeiten
- Art der Arbeiten (Montage, Reinigung, Prüfung etc.)
- Dauer, Häufigkeit, körperliche Belastung
3. Ermittlung der Gefährdungen
- Absturz, Pendelsturz, herabfallende Werkzeuge, elektrische Gefahren
4. Maßnahmenplanung
- Technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen
- Reihenfolge gemäß STOP-Prinzip: Substitution – Technisch – Organisatorisch – Persönlich
5. Dokumentation & Unterweisung
- Verständliche und rechtskonforme Gefährdungsbeurteilung
- Schulung der Beteiligten inkl. Notfallplan
Beispiele für Risiken in der Praxis
- Pendelsturz bei Arbeiten an Fassadenvorsprüngen
- Erschwerte Rettung bei schlecht zugänglichen Dachbereichen
- Materialverlust durch ungesicherte Werkzeuge
- Gefahr durch Stromleitungen in Mastnähe
- Unzureichende Wetterplanung (z. B. bei Sturm, Glätte, UV-Belastung)
Jede dieser Gefahren kann zu einem tödlichen Unfall führen – oder durch eine gute Risikobewertung vollständig vermieden werden.
Irrtümer und unterschätzte Risiken
❌ „Wir haben das schon immer so gemacht.“
✅ Routine kann zur Gefahr werden, wenn man bestehende Risiken ausblendet oder verharmlost.
❌ „Wir haben PSA – das reicht.“
✅ Ohne Analyse der Absturzzonen, Rückhaltekraft oder Befestigungspunkte nützt die beste Ausrüstung nichts.
❌ „Wir sind doch Profis, wir wissen, was wir tun.“
✅ Selbst erfahrene Höhenarbeiter profitieren von objektiver Gefährdungsanalyse – gerade weil sie Gefahrensituationen besser einschätzen können.
Ihre Vorteile mit Induclimb
- ✔️ Vor-Ort-Begehung durch erfahrene Höhenexperten
- ✔️ Rechtskonforme, verständliche Dokumentation
- ✔️ Maßnahmenvorschläge mit Priorisierung und Umsetzbarkeit
- ✔️ Langfristige Sicherheitsstrategie statt Einmal-Lösung
- ✔️ Integration in Ihr Sicherheitsmanagementsystem möglich
Risikobewertung als Erfolgsfaktor
Unternehmen, die ihre Risiken systematisch bewerten, haben nicht nur weniger Unfälle, sondern auch höhere Rechtssicherheit, geringere Versicherungskosten, bessere Mitarbeitermotivation und ein stärkeres Image bei Kunden und Auftraggebern.