PSAgA – Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz | Induclimb
Schutzausrüstung

Persönliche Schutzausrüstung
gegen Absturz – PSAgA

Ein korrekt zusammengestelltes, geprüftes und richtig eingesetztes PSAgA-System kann Leben retten. Ein fehlerhaftes, veraltetes oder falsch eingesetztes System kann genau das Gegenteil bewirken. Wir sorgen dafür, dass Ihr System stimmt.

Kompetente Systemberatung
Prüfung nach DGUV 312-906
Schulung & Unterweisung
Digitale Prüfdokumentation
Erinnerungsservice

Wer in der Höhe arbeitet, verlässt sich auf seine Ausrüstung. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – PSAgA – ist dabei die letzte und entscheidende Sicherheitsebene, wenn kollektive Schutzmaßnahmen nicht ausreichen oder nicht möglich sind.

Induclimb berät Unternehmen und Einzelpersonen beim Aufbau der richtigen PSAgA-Systeme, prüft vorhandene Ausrüstungen, schult Anwender und stellt sicher, dass jede Komponente normkonform, einsatzbereit und dokumentiert ist.

Was ist PSAgA?

PSAgA steht für Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Sie umfasst alle Ausrüstungsgegenstände und Systeme, die dazu dienen, Absturz zu verhindern oder die Folgen eines Sturzes zu begrenzen. PSAgA ist kein einzelnes Produkt, sondern immer ein System aus aufeinander abgestimmten Komponenten.

Von normaler PSA (z. B. Helm, Warnweste, Handschuhe) unterscheidet sie sich durch ihre spezifische Funktion im Bereich Absturz. Beide Kategorien werden oft verwechselt – sie unterliegen aber unterschiedlichen Normen, Prüfpflichten und Einsatzregeln.

Systemkomponenten der PSAgA

Ein vollständiges PSAgA-System besteht aus mehreren Teilen, die nach DIN EN 363 miteinander kombiniert werden:

EN 361

Auffanggurt

Das zentrale Element. Verteilt die Sturzenergie auf Oberschenkel, Becken und Schultern – hält die Person nach einem Sturz in aufrechter Position.

EN 354 / EN 355

Verbindungsmittel

Verbinden den Gurt mit dem Anschlagpunkt. Der Falldämpfer begrenzt die Stoßkraft beim Sturz auf maximal 6 kN.

EN 360

Höhensicherungsgerät

Erlaubt freie Bewegung und blockiert automatisch beim Sturz. Für Anschlagpunkte oberhalb des Anwenders.

EN 795

Anschlagpunkte

Müssen mindestens 12 kN Zugkraft standhalten und normgerecht montiert und geprüft sein.

EN 341 / EN 12841

Abseilgeräte

Für seilunterstützte Zugangstechnik – ermöglichen kontrollierten Auf- und Abstieg.

EN 362

Karabiner

Verbinden alle Systemteile. Dreiverschluss oder gleichwertiger Sicherungsmechanismus Pflicht.

Rückhaltesystem vs. Auffangsystem

In der Praxis werden diese beiden grundlegend verschiedenen Systeme häufig verwechselt:

  • Rückhaltesystem: verhindert, dass die Person die Absturzzone überhaupt erreicht. Das Verbindungsmittel ist so kurz dimensioniert, dass kein Absturz möglich ist
  • Auffangsystem: lässt einen Sturz zu, fängt die Person aber sicher auf, bevor sie den Boden oder ein Hindernis erreicht. Dabei muss ausreichend freier Sturzraum vorhanden sein

Wer ein Rückhaltesystem in einem Bereich einsetzt, in dem ein freier Sturz möglich ist, hat die falsche Wahl getroffen. Die Systemauswahl ist immer standort- und aufgabenspezifisch – und genau dabei unterstützt Induclimb Sie.

Häufige Fehler beim Einsatz

❌ Haltegurt statt Auffanggurt verwendet
✅ Haltegurte sind nur für Positionierung gedacht – kein Absturzschutz, dürfen nicht als Auffangsystem eingesetzt werden.
❌ Zu langes Verbindungsmittel ohne Falldämpfer
✅ Die Sturzkraft auf den Körper kann bei langen Verbindungsmitteln tödlich werden. Falldämpfer sind Pflicht, wenn ein freier Sturz möglich ist.
❌ Anschlagpunkt unterhalb des Hüftpunkts
✅ Ein tief sitzender Anschlagpunkt erhöht die Sturztiefe erheblich. Anschlagpunkte sollten möglichst hoch angebracht sein.
❌ Ungeprüfte oder abgelaufene Ausrüstung im Einsatz
✅ PSAgA muss mindestens jährlich durch eine befähigte Person geprüft werden. Veraltete Ausrüstung muss zwingend ausgemustert werden.

PSAgA richtig lagern und pflegen

  • Lagerung trocken, kühl und UV-geschützt – nicht in Fahrzeugen bei Hitze
  • Reinigung mit klarem Wasser, kein Lösungsmittel
  • Keine Beschädigungen, Schnitte oder Scheuerstellen akzeptieren
  • Herstellerhinweise zur Lebensdauer beachten – oft maximal 10 Jahre ab Herstellung
  • Nach Sturzbelastung sofort aussondern – auch wenn keine sichtbaren Schäden vorliegen

Ihre Vorteile mit Induclimb

Kompetente SystemberatungWir kennen die Normen und die Praxis
Zertifizierte PSA-PrüfungNach DGUV Grundsatz 312-906
Schulung & UnterweisungFür Ihre Mitarbeitenden, praxisnah
Digitale PrüfdokumentationAuditfähig und jederzeit abrufbar
ErinnerungsserviceFür Folgeprüfungen – damit nichts verfällt

PSAgA-Beratung und Prüfung anfragen

Vorhandene PSAgA prüfen lassen, ein neues System aufbauen oder Mitarbeitende schulen? Wir finden die richtige Lösung für Ihren Einsatzbereich.

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